Archiv der Kategorie 'Aktionen'

Podiumsdiskussion – Bericht

Bericht – Podiumsdiskussion

Die am 2. Juli, vom Bund Naturschutz organisierte, Podiumsdiskussion in Nördlingen mit dem Thema „Schmähinger Hühnermastanlage – Chance oder Bedrohung für uns und unsere Region?“ fand zahlreichen Zulauf. Kontrovers wurde das Thema von rund 60 Besucher_innen und den 6 Diskutant_innen, Norbert Brauer (Tierfreunde e.V.), Pfarrer Wilhelm Imrich (Pfarrer in Schmähingen), Jürgen Schittenhelm (Bund Naturschutz in Bayern e.V.), Wolfgang Goschenhofer (Stadtrat von Bündnis 90/ Die Grünen in Nördlingen), Michael Stiller (Bayrischer Bauernverband) und Dr. Josef Bachmeier (Geschäftsführer und Tierarzt von Wiesenhof) diskutiert. Jörg Benninger, der Bauherr, wurde ebenfalls eingeladen – erschien aber nicht. Eingeleitet wurde die Veranstaltung von Heiner Holl (Bund Naturschutz), der begeistert über so viele Interessent_innen war. Die Moderation wurde souverän von Judith Zacher, vom Bayrischen Rundfunk, geführt

Zunächst wurde über die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) gesprochen, die ab einer Zahl von 85.000 Tieren vorgeschrieben ist und Auskunft über die Belastung der Umwelt durch solche Anlagen geben soll. Der erste Bauantrag lag laut Goschenhofer nicht unter dieser Grenze. Deshalb hätte vor der Änderung des Antrags mit 100 Hühnern weniger, eine UVP durchgeführt werden müssen.
„Ich finde diese Schmalspur nicht zielgerecht. Wenn es nichts zu verheimlichen gibt, macht man die Umweltverträglichkeitsprüfung und schaut, was herauskommt.“ so Goschenhofer. „So viel mehr erfahren Sie da auch nicht“ wehrte sich Bachmeier. Norbert Brauer wandte ein, „dass solche Anlagen grundsätzlich nicht risikofrei sind. Sonst müsste gar keine UVP gemacht werden. Es muss ja auch Gründe geben, warum die umliegenden Grundstücke einen Wertverlust von bis zu 70% haben.“

Schittenhelm erklärte, dass in der Nähe der geplanten Anlage Fauna-Flora-Habitate liegen, die geschützt werden müssen und durch die Immissionen des Maststalls gefährdet seien. Noch sind nicht alle erforderlichen Gutachten vorhanden.

Aber besonders die ethischen, gesundheitlichen und globalen Aspekte sprachen die Besucher_innen im Publikum an und forderten vor allem klare Antworten von Dr. Josef Bachmeier. Bei Nachfrage des Einsatzes von Antibiotika während eines Mastdurchlaufs, musste Herr Bachmeier eingestehen, dass bei solchen Anlagen keine Einzelbehandlung erkrankter Hühner möglich ist. Erst ab einem gewissen Prozentsatz an erkrankten Tieren, wird dem gesamten Bestand Antibiotika verabreicht. Wie oft solche Maßnahmen angewandt werden, konnte bzw. wollte Josef Bachmeier nicht preisgeben.
Bei globalen Themen wie z.B. der Nahrungsknappheit in sogenannten Drittweltländern bzw. der wachsenden Weltbevölkerung behauptete Bachmeier, es liege daran, dass in so genannten Industrieländern zu viel weggeschmissen werde und stellte in Frage, ob es etwas nutzt, den eigenen Fleischkonsum zu reduzieren. Ein Mensch aus dem Publikum sah das jedoch anders. “Die wachsende Weltbevölkerung ist gerade ein Argument, vom Fleischkonsum weg zu rücken!“

Pfarrer Imrich zitierte aus der Bibel, dass Tiere für den Menschen zum essen da seien und sprach selbst von einer „Differenzgemeinschaft zwischen Menschen und Tieren“. Er wies den Begriff „Mitgeschöpfe“ ab, da dieser mehr verschleiere. Damit sorgte er bei den gläubigen Zuschauer_innen für Empörung.

Gegen Ende der Veranstaltung wurden zwei Kurzfilme gezeigt. Ein von Wiesenhof produzierter Werbefilm, in dem die Mast der Hühner in einem frühen Stadium gezeigt wird und eine Recherche von Peta, in der solche Mastanlagen bei Nacht und ohne das Wissen der Betreiber gefilmt werden, um die katastrophalen Missstände in solchen Anlagen aufzudecken.
Die Aufnahmen des zweiten Films wurden von allen als untragbar bezeichnet. Viele Besucher_innen fanden auch die Bilder des Vorzeigebetriebs Wiesenhofs nicht akzeptabel.

Die meisten der Zuschauer_innen waren letztendlich gegen die Anlage und diskutierten sogar nach Beendigung der Veranstaltung weiter, um den wenigen Befürworter_innen noch Denkanstöße für die Zukunft zu geben.
Insgesamt waren die Organisatior_innen mit dem Ablauf und der hohen Beteiligung des Publikums sehr zufrieden.

19.03.2011 Meat-out & Schmähingen

Im Rahmen des diesjährigen Meat-outs (http://www.meat-out.de) veranstalteten wir auf der Stuttgarter Königstraße eine Aktion, um gegen Fleisch, Tierausbeutung und den geplanten Bau einer Mastanlage in Schmähingen zu protestieren.

Es gibt keine Rechtfertigung für Tierausbeutung & -mord in Schmähingen und überall.

Es ist noch nicht zu spät, um den Bau zu stoppen, dessen Genehmigung noch nicht erteilt worden ist. Nur durch unsere Proteste lässt sich die Mastanlage in Schmähingen verhindern, daher sollte dies nicht die letzte Aktion bzgl. Schmähingen gewesen sein.

Wir informierten die Passanten mit Flugblättern und Bildern über das alltägliche Tierleid in Mastanlagen.

Weitere Infos zu den Protesten gibt es unter http://maststop.blogsport.de

Meat-out Meat-out Meat-out Meat-out
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Tierrechtsinitiative Region Stuttgart – TiRS

Aktionswochenende gegen Tierfabriken in Schmähingen

Tierbefreiungsaktivist_innen riefen zum Aktionswochenende auf, um den Widerstand gegen die Pläne des Landwirts Jörg Benninger in Kooperation mit dem Agrarkonzern Wiesenhof zu erhöhen. In Schmähingen soll in den kommenden Wochen der Bau einer Mastanlage genehmigt werden, in der 84900 Hühner gemästet werden sollen.

Stadtaktion

Neben einem Protestcamp, gab es zahlreiche Aktionen, Flyer und Theater, sowie eine Demo mit ca. 70 Personen durch Schmähingen. Einige Tierbefreiungsaktivist_innen wurden von Gegner_innen mit Holzlatten angegriffen.

Camp Camp Camp Camp

Tierbefreiungsaktivist_innen riefen zum Aktionswochenende auf, um den Widerstand gegen die Pläne des Landwirts Jörg Benninger in Kooperation mit dem Agrarkonzern Wiesenhof zu erhöhen. In Schmähingen soll in den kommenden Wochen der Bau einer Mastanlage genehmigt werden, in der 84900 Hühner gemästet werden sollen.
Am Donnerstag, den 10.03.2011 begannen die Aktionstage mit einer Vorführung in Hühnerkostüm in Nördlingen.
Es wurden Flyer verteilt, um auf die Baupläne aufmerksam zu machen – außerdem wurde zur Demonstration, die für den darauf folgenden Samstag in Schmähingen geplant war, eingeladen.

Auch am Freitag fand in Nördlingen eine Flugblattverteilaktion statt. Neben dem Hühnerkostüm fand diesmal auch ,,Mars TV’’ seinen Weg in die Innenstadt.
So interviewten “Marsbewohner_innen” Passant_innen, um zu erfahren, was denn eigentlich für merkwürdige Dinge in Schmähingen vor sich gehen. Sie wollten zum Beispiel wissen, wieso Lebewesen, die doch wie jede_r weiß, fühlen, wie auch menschlichen Erdbewohner_innen, auf der Erde eingesperrt werden? Ungläubig und völlig entsetzt wollten die Marsbewohner_innen schlussendlich wissen: “ein Leben wird beendet, nur damit die Menschen sich kurz über den Geschmack freuen?” Von diesen Fragen sichtlich irritiert, fiel es dem/der ein oder anderen Befragten schwer, für die Marsbewohner_innen nachvollziehbare Antworten zu finden.

Stadtaktion Stadtaktion Stadtaktion Stadtaktion

Zeitgleich machte sich eine andere Gruppe in Richtung Schmähingen auf und brachte Plakate am Orteingang an. Anstelle der Willkommensschilder war nun zu lesen: „Demnächst hier: Gestank- Tierfolter- Mord“.

In der Nacht von Freitag zu Samstag wurde dann Herrn Benninger anlässlich seines 30 Geburtstags ein Besuch abgestattet. Dabei wurde sein Hauseingang mit Kunstblut dekoriert. Außerdem wurde ihm ein Ständchen mittels Parolen gegen sein blutiges Vorhaben vorgetragen.

Der Rinderstall, den Benninger neben diversen Feldern und seiner Biogasanlage zu seinen Besitztümern zählt, wurde am nächsten Morgen mit den Worten Benninger = Mörder vorgefunden.
Am Samstag sammelten sich dann ca. 70 Menschen im 320 Seelendorf Schmähingen, um gegen den Bau der Mastanlage zu protestieren. Unter den Teilnehmer_innen befanden sich neben den Tierrechtler_innen viele Menschen aus der Region, die durch die Radiomeldungen oder Flyeraktionen auf diese Aktion aufmerksam wurden.

Demo Demo Demo Demo

Im Vorfeld der Versammlung verfügte das Landratsamt Nördlingen z.T. haarsträubende Auflagen und berief sich sogar auf ein veraltetes Versammlungsgesetz, welches mittlerweile durch das Bundesverfassungsgericht revidiert wurde.
Erst als die Organisator_innen ein Eilverfahren anstrengten, lenkte das Amt ein und verzichtete auf die grundrechtsverletzenden Auflagen. Trotzdem die Demo am Samstag stattfand, waren neben der Polizei zwei Mitarbeiter der Ordnungsbehörde vor Ort, die fleißig Hände mit Landwirten schüttelten und angestrengt Teilnehmer_innen des Protestzuges fotografierten. An dieser Stelle drängt sich vielleicht so manchem die Frage auf, ob das Genehmigungsverfahren für die Mastanlage in ähnlichen Ausmaßen an Objektivität und Sachkompetenz bearbeitet wird.

Bei der ersten Zwischenkundgebung wurde mit einer eindrucksvollen Rede vor allem das unvorstellbare Leid der Tiere thematisiert. Angesprochen wurde außerdem das fatale kapitalistische Denken, welches die Lebensgrundlagen allen Lebens zerstört.
Nach der Rede wurde eine kurze Theaterszene vorgeführt, bei der ein Mensch im Hühnerkostüm in Ketten zur Schlachtbank gezerrt wurde. Seinem kurzen qualvollen Leben als Masthuhn folgt ein grausamer Tod.

Beim zweiten halbstündigen Zwischenstopp vor Benningers Haus verliehen die Demonstrant_innen ihrer Wut über die Baupläne durch lautstarke Parolen und einem „Die-In“ Ausdruck. Von einem Moment auf den anderen ließen sich alle Teilnehmer_innen symbolisch für das sinnlose Töten der Hühner auf den Boden fallen.
Der Demozug wurde in Sichtweite zu Benningers Biogasanlage unweit des vorgesehenen Baugrundstücks beendet.

Demo Stadtaktion Stadtaktion Stadtaktion

Im Anschluss an die Demo begaben sich einige Menschen direkt zur Mahnwache am Schmähinger Weiher.
Kurze Zeit später wurde durch Straßenkreidezeichnungen im Dorf abermals auf die geplante Tierausbeutung hingewiesen.

Als sich später zwei Aktivist_innen mit Fahrrädern Richtung Biogasanlage begaben, wurde von Jörg Benninger ein Auto losgeschickt, um sie zu vertreiben. Zwei weitere PKW´s rückten aus, um die Felder abzusuchen.

Im Dorf befanden sich weitere Personen, die versuchten andere Tierrechtsaktivist_innen einzuschüchtern(ein PKW bremste z.B. wenige Zentimeter vor den Aktivist_innen ab).

Zwei weitere Menschen, die mit dem Fahrrad im Dorf Richtung Mahnwache unterwegs waren, wurden von drei Personen, die mit Holzlatten bewaffnet waren, aus einem Graben heraus angegriffen. Dabei wurde der/die Aktivist_in mit dem Holzprügel getroffen.
Ein Fahrrad wurde gestohlen, der/die Aktivist_in trug glücklicherweise keine ernsthaften Verletzungen davon.

Rückblickend waren die Aktionstage – trotz der verachtenswürdigen Gewalttätigkeit der Angreifer_innen von Samstag ein großer Erfolg für die Aktivist_innen. Sie haben ihr Anliegen noch einmal deutlich gemacht und dafür gesorgt, dass der Bau der Mastanlage wieder Thema Nummer 1 in der Region ist.

Verhindert ist die Mastanlage allerdings noch lange nicht.

Und so bedeuten die vergangenen Tage für alle, die diese Anlage wirklich stoppen wollen, das sie wieder kommen müssen, denn jeder Tag ist ein Aktionstag!

Weitere Infos zur geplanten Mastanlage: http://maststop.blogsport.de/

22.01.2011 Postkartenaktion in Berlin

„Wir haben Benninger satt“

Rund 22.000 Menschen demonstrierten am Samstag den 22.01.11 in Berlin gegen Gentechnik und Tierfabriken; so auch gegen die geplante Mastanlage in Schmähingen.
Zwichen 12 und 16Uhr schrieben dort etwa 400 Menschen eine Protestkarte an Familie Benninger oder den Prüfer Marcus Dums im Landratsamt Donauwörth, um ihre Empörung über das skrupellose Bauvorhaben Benningers Ausdruck zu verleihen.
Viele fragten Familie Benninger, ob sie denn noch ruhig schläfen könne. Eine Ärztin riet Familie Benninger zum „Umstieg auf Obst- und Gemüsebau“, das sei gesünder. Eine Yogalehrerin versuchte hingegen Marcus Dums mit einer kleinen Traumreise in eine solche Tierfabrik zu therapieren. „Verhindern Sie die Mastanlage in Schmähingen“ appelierten viele Menschen an den Beamten. „Tiere sind Lebewesen – keine Nutzgegenstände“ belehrte ein Biologe in seiner Postkarte und warf diese in einen Sammelbehälter, wo ein wütendes Huhn und der Aufruf „Auch Mörder haben Post verdient; bog bog“ abgebildet war.
Viele der Postkarten für Herrn Marcus Dums wollte der AStA der TU-Berlin versenden, der sich ebenfalls entschieden gegen Tierfabriken aussprach. Andere nahmen Postkarten mit, um sie persöhnlich abzusenden. So auch ein Vertreter der Grünen Fraktion, der gleich mehrer Karten für den Kandidaten für das Landwirtschaftsministeriums seiner Partei mitnahm und versicherte, auch dieser verurteile das Projekt der Familie Benninger scharf und möchte eine Protestkarte schreiben.
Kein Zweifel das der Widerstand gegen das Bauprojekt, längst nicht nur Nördlingen, Donauwörth oder die Landeshauptstadt München, sondern auch die deutsche Bundeshauptstadt erreicht hat.

Aktion in Berlin

25.12.2010 Mahnwache bei Familie Benninger

Mahnwache bei Familie Benninger

Am Samstag, den 25.12.2010, wurde direkt vor dem Haus von Jörg Benninger gegen den geplanten Bau der Tierfabrik demonstriert und auf das Bauvorhaben aufmerksam gemacht. Bei der Mahnwache beteiligeten sich rund 20 Aktivist_innen. Mitgebrachte Bio-Lebkuchen(mit kleinem Infozettel) wurden anlässlich des 1.Weihnachtsfeiertages an die Anwohner_innen verteilt. Neben vielen Gesprächen, die aufzeigten das ethische Bedenken gegenüber solchen Tierfabriken bestehen, kam es auch zu Einschüchterungsversuchen von anderen Profiteur_innen der Tierausbeutungsindustrie. So drohten und beschimpften beispielsweise die Nachbarn Benningers, die selber eine Schweinemast besitzen einige Aktivist_innen auf ungehaltene Weise. Kritisch zu sehen ist auch das Demokratieverständnis bzgl. des Rechts auf freie Meinungsäusserung des Ortssprechers, Heinrich Burger: „Wenn ich der Benninger wär, ich würd euch wegräumen! Ich würd euch… “, sprach er und stieg wieder auf sein Schneeräumfahrzeug.
Neben diesen Ausrutschern ist aber die Gesamtstimmung im Dorf durchaus als positiv zu werten. Viele Dorfbewohner_innen teilten die Bedenken und dankten würdigten das Engagement der Tierrechtler_innen.
Die Aktivist_innen verabschiedeten sich lautstark von den Benningers und beendeten die Mahnwache um 18.00Uhr für diesen Tag.
TIERFABRIKEN verhindern in SCHMÄHINGEN und ÜBERALL!!!

Mahnwache bei Familie Benninger

12.12.2010 Aktion auf dem Nördlinger Weihnachtsmarkt

Aktion auf dem Nördlinger Weihnachtsmarkt

Am Sonntag, 12.12.2010 gegen 12.00 Uhr inszenierten Tierbefreier_innen ein Straßentheater am Weihnachtsmarkt in Nördlingen. Während ein Mensch im Hühnerkostüm lauthals schreiend von einem Landwirt voran getrieben wurde, verteilten 3 weitere Menschen mit Masken Flugzettel an die überraschten Besucher des Weihnachtsmarktes. Auf diesen informierten sie über eine Hühner-Mastanlage, die in Schmähingen errichtet werden soll. Die Proteste -so die Tierbefreier_innen werden andauern bis die Pläne für die Anlage vom Tisch sind!

Mastanlagen verhindern! Weihnachtsmarktaktion Nördlingen from tierbefreiungmuenchen on Vimeo.